Wien: Innung kritisiert Taxifahrer-Demo gegen Uber – DiePresse.com

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Ausgerechnet ein Teil der Wiener Taxler könnte am Freitag für Verkehrsprobleme sorgen: Der Verein “Taxiclub Wien” ruft nämlich unter dem Motto “Für einen fairen Wettbewerb im Taxigewerbe” zur motorisierten Demo. Damit wolle man gegen den Fahrdienst Uber, der in Wien mit Mietwagenunternehmen kooperiert und mit billigen Tarifen wirbt, mobil machen, hieß es. “Uber muss sich nicht an den gesetzlichen Taxitarif halten und nimmt uns das Geschäft weg”, beklagte Taxiclub-Obmann Wolfgang Eberling am Mittwochnachmittag gegenüber der APA. Die Taxler spürten das vor allem am Wochenende. Von der Innung in der Wirtschaftskammer fühlt er sich im Stich gelassen: “Die sind seit Jahren untätig.”

“Blanker Aktionismus”

Die Innung ging am Donnerstag auf Distanz zur Aktion. Sie sei kontraproduktiv, kritisierte Gökhan Keskin, Obmann der Taxiinnung in der Wiener Wirtschaftskammer, per Aussendung. Man verstehe die Aufregung bezüglich Uber, aber “blanker Aktionismus” sei kein geeignetes Mittel: “Wir als Innung gehen bereits rechtlich gegen Uber-Fahrer vor. Die bereits erstatteten Anzeigen werden auch nicht die letzten sein.”

Im Zuge des Protestkonvois – der Taxiclub hofft auf mehrere Hundert Teilnehmer – kann es für Autofahrer am morgigen Nachmittag auf einzelnen Straßen, über die die Route führt, zu Verzögerungen durch kurzfristige Anhaltungen kommen. Straßensperren wird es allerdings nicht geben.

Verein rechnet mit mehreren Hundert Teilnehmern

Eberling, dessen Verein laut eigenen Angaben seit knapp drei Jahren besteht und derzeit zehn Mitglieder hat, rechnet am Freitag mit mehreren Hundert Teilnehmern. In einem Konvoi will man am frühen Nachmittag von der Donaustadt Richtung City fahren – von der Wagramer Straße über die Reichsbrücke, den Praterstern und die Praterstraße zum Ring, wo es beim Ballhausplatz zur Schlusskundgebung kommen soll.

Verkehrsbehinderungen könnten entlang der Strecke auftreten, hieß es vom ÖAMTC. Spezielle Straßensperren waren bis auf weiteres nicht vorgesehen.

FPÖ unterstützt Demo

Die Demo findet auch Anklang bei der FPÖ. “Wir werden den – von der zahnlosen Innung leider boykottierten – berechtigten Protest natürlich begleiten und auch bei der Schlusskundgebung beim Kanzleramt mit vielen Unterstützern vor Ort sein”, ließ der blaue Verkehrssprecher Anton Mahdalik am Donnerstag wissen.

(APA)



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