Uber-Taxifahrt mit langem Umweg – Dresdner Neueste Nachrichten

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London. Das Gefühl kennt wohl jeder, der in einer fremden Stadt schon mal ins Taxi stieg: Immer ist da dieser leise Restzweifel, ob der Chauffeur wirklich die kürzeste und preisgünstigste Route wählt, statt die Rechnung mit Umwegen in die Höhe zu treiben. Untersuchungen etwa des ADAC fördern immer wieder solche Verfehlungen zutage. Gelegentlich fallen dabei Taxifahrer auf, die die Strecke durch Schnörkel glatt verdoppeln, in der Annahme, der Gast werde es nicht merken und die Rechnung zahlen.

Beim Fahrdienstvermittler Uber, in Deutschland mittlerweile kaum noch aktiv, sollen solche kostentreibenden Kapriolen eigentlich ausgeschlossen sein. Über eine App ordert der Fahrgast einen Wagen und bekommt auf einer Karte gleich die passende Route samt mutmaßlichem Fahrpreis angezeigt. Erst danach muss er sich entscheiden, ob er den Handel eingeht oder es lieber bleiben lässt.

So begann auch der Trip eines Londoners, der nach feuchtfröhlicher Nacht bei Uber einen Wagen für die Heimfahrt anforderte. Wie die britische Zeitung „Telegraph“ berichtet, handelte es sich um einen Weg von rund acht Kilometern, geschätzte Kosten: 15 Pfund, also etwa 19 Euro. So spuckte es die Uber-App aus.

Dem angeheiterten Passagier schien das plausibel, also ließ er den Wagen kommen, machte es sich bequem und nickte ein. Am Ziel angekommen, gab es ein böses Erwachen: Der Fahrer präsentierte seinem erstaunten Kunden eine Rechnung über 102 Pfund (130 Euro).

Nun ist es eine weitere Besonderheit der Uber-App, dass der Kunde nach der Tour seinen Fahrer beurteilen soll. Dazu wird erneut die Route eingeblendet – dieses Mal allerdings die tatsächlich gefahrene. Als der Londoner den Umweg sah, den er unwissentlich zurücklegte, habe er „fast seinen Tee ausgespuckt“, sagte er dem „Telegraph“. Mittlerweile habe sich Uber entschuldigt und eine Erstattung des zu viel gezahlten Fahrpreises angekündigt. So bekam der Kunde quasi gratis eine Stadtrundfahrt – schade nur, dass er sie komplett verschlafen hat.

Von Stefanie Gollasch



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